Maldoror : Le site

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7/08/2017

Disparition: Hans Rudolf Linder

C'est Chrigel Fisch  qui nous communique cette information à propos de la mort à Bâle à 96 ans de ce vétéran ducassien, auteur dès 1946 d'une thèse toujours citée dans les bibliographies:

Am 23. Februar 2017 ist in Basel Hans Rudolf Linder im hohen Alter von 96 Jahren gestorben. Linder war Journalist und Feuilleton-Chef der damaligen National-Zeitung Basel. Seine Dissertation verfasst er 1946 an der Uni Basel über «Lautréamont: sein Werk und sein Weltbild». 1947 wurde die Dissertation gedruckt und gilt als eine der detailliertesten deutschsprachigen Arbeiten zum geheimnisvollen Autor Comte de Lautréamont*, bürgerlich Isidore Lucien Ducasse (Bild unten). Dieser war schon 1870 gestorben, im jungen Alter von 24 Jahren, an einem bösartigen Fieber, im von den Preussen belagerten Paris. Sein Hauptwerk, «Die Gesänge des Maldoror», war 1869 zwar gedruckt, aber bis zu seinem Tod nicht integral veröffentlicht worden. Sein Verleger fürchtete den Staatsanwalt. Völlig zu recht. Doch davon später oder in einem anderen Leben. Zuerst diese Beschreibung des Unbeschreibbaren.

Il nous informe en même temps de la publication d'un nouvel album du groupe bâlois de Heavy Metal Schammasch  construit autour de la strophe sur l'hermaphrodite des Chants de Maldoror:

«GESÄNGE DES MALDOROR» ALS THEMA MEHRERER SCHAMMASCH-RELEASES

Schammasch, die Basler Extra-Metaller, legen ein Jahr nach ihrem unglaublichen und hochgelobten Konzept-Triple-Album Triangle bereits ein neues, tollkühnes Album vor. Knappe 32 Minuten lang ist es und so dark wie es kein Sommertag jemals sein kann. Und auch kein Wintertag. Einziges Thema des Albums, das von der Band als erstes einer Reihe von Releases zu den «Gesängen des Maldoror» angekündigt wird, ist eine Passage aus dem II. Gesang dieses furchterregenden Buchs des umstrittenenen französischen Autors der «schwarzen Apokalypse» (H.R. Linder).

Der Szene des Hermaphroditen ist eine der lieblichsten, schönsten in diesem von Monströsität, Brutalität, Sadismus und pechschwarzem Humor dominierten fiktiven Roman. Dieser spielt teils vor und teils während der (möglichen) Schöpfungsgeschichte, also ausserhalb jeder realen Zeit. Und manchmal ganz banal in den Gassen des ärmlichen Paris. Maldoror**, der böse, aggressive Held, Ausgestossener und Gegenspieler Gottes, verbringt grosse Teile seiner Zeit damit, den Schöpfer erbarmungslos zu bekämpfen und zu verspotten. Er bezichtigt ihn selbst der allerersten Sünde überhaupt, noch bevor er die Menschen erschaffen hat. Eine der widerlichsten Szene ist diejenige eines sadistischen, blutrünstigen, verlogenen Gottes im Bordell (III. Gesang), aber davon ein andermal.


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